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Gesundheitsrisiko Sturz: Wie kann man sich schützen?

Ab dem 10.01.2019 startet der neue Präventionskurs „Sturzprophylaxe“. 

Der Kurs findet immer donnerstags von 13:00 – 14:00 Uhr in der Vereinshalle statt. 

Doch was verbirgt sich genau hinter diesem sperrigen Begriff?

Unsere Mitarbeiterin Doreen hat die kursleitende Physiotherapeutin Charis mal danach befragt…



Um was geht es in dem neuen Präventionskurs?

30 Prozent aller Personen über 65 Jahren stürzen mindestens einmal im Jahr. Bei Personen über 80 Jahren steigt die Prozentzahl sogar über 50! 
Hinzu kommt, dass die Folgen der Stürze mit zunehmendem Alter immer gravierender werden. Knochenbrüche, wie z.B. Hüftfrakturen, können schwere gesundheitliche Auswirkungen und eine starke Reduzierung der Lebensqualität mit sich ziehen. 
Aber das muss nicht sein! Viele Stürze würden sich mit wenig Aufwand verhindern lassen


Und das ist dann „Sturzprophylaxe“?

Unter dem Sammelbegriff „Sturzprophylaxe“ verbergen sich ganz verschiedenen Maßnahmen. Zum einen Maßnahmen, die einen Sturz verhindern, zum anderen aber auch Maßnahmen, die, falls es doch zu einem Sturz kommt, die Folgen des Sturzes minimieren. 
Zu diesen Maßnahmen zählen also z.B. die Beseitigung von Stolperfallen in der Wohnung, die schnelle Mobilisierung von Ersthelfern und – und das ist das wichtigste – das Training von körperlichen Fähig- und Fertigkeiten
Diese werden im Präventionskurs „Sturzprohylaxe“ unter physiotherapeutischer Anleitung trainiert.


Was trainiert man denn, um nicht zu stürzen?

Im Kurs trainieren wir die Koordination und den Gleichgewichtssinn. Außerdem führen wir Gymnastikübungen durch, um die Kraft und Beweglichkeit zu erhalten bzw. wiederaufzubauen. 
Hinzu kommen Sturzübungen, um das sichere Fallen zu lernen.


Sturzübungen? Das klingt irgendwie gefährlich! Soll nicht Ziel des Kurses sein, Stürze zu verhindern?

Ja und nein. Natürlich ist es Ziel des Kurses, das Risiko eines Sturzes zu minimieren. Leider ist es aber nicht möglich zu garantieren, dass es niemals zu einem Sturz kommen wird.
Für den Fall, dass es doch zu einem Sturz kommt, kann man allerdings vorbereitet sein. Man kann durch geschicktes ausbalancieren verhindern, dass aus einem kleinen Stolpern ein Sturz wird, oder man kann lernen, schnell zu reagieren und seine Armkraft zum abfange und abstützen zu nutzen.


Das klingt alles sehr gut, aber ist es denn eigentlich überhaupt realistisch im Alter noch etwas verändern zu können?

Definitiv! Gerade habe ich Rahmen meines Studiums eine Studie mit Personen über 65 Jahren zum Thema Sturzprophylaxe durchgeführt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass auch Personen im hohen Alter sich über einen Zeitraum von nur 4 Wochen verbessern konnten. Das gilt gleichermaßen für körperlich fitte Personen und Personen, die vorher nur mäßig bis gar nicht körperlich aktiv waren. Es hat sich also gezeigt, dass auch Personen über 65 Jahren noch sehr schnell adaptieren können.
Dennoch ist es wenig ratsam das Thema Sturzprophylaxe ewig aufzuschieben. Wie sagt man so schön? Vorsorge ist besser als Heilung.


Hört sich alles sehr vielversprechend an! 
Was müssen Personen, die Interesse an dem Kurs haben, denn noch mitbringen, um an dem Kurs teilnehmen zu dürfen?

Teilnehmen an dem Kurs darf grundsätzlich jeder! Egal, ob bereits Mitglied oder nicht. Über die genaue Beitragsordnung, 10er Karten und die Möglichkeiten sich die Teilnahme von der Krankenkasse bezuschussen zu lassen, klären wir die Interessenten persönlich und ganz unverbindlich auf. 
Zum Kurs selbst benötigt man ganz normale Sportkleidung, saubere Schuhe, ein Handtuch und etwas zum Trinken. Dann kann es auch schon los gehen!


Dann vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

 

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne unter der 06241 58866 zur Verfügung oder schreiben Sie eine E-Mail an info (at) stimmel.de .